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15. „Altes“ evangelisches Gymnasium am Kirchenplatz (pl. Kościelny 1-3)

Der Kirchenplatz aus Teschens Panorama mit Beschreibung von J. W. Früschmann, nach 1720, Nr. 30 - die Kirche, Nr. 31 - das alte Schulgebäude, Nr. 29 und 32 - die Pfarrhäuser
Plac Kościelny, fragment planu miasta, 1773
Kirchenplatz - Ausschnitt aus dem Stadtpanorama von Teschen, L. Kmetty, 1819
Ausschnitt aus der Landkarte des Teschener Herzogtums, Jonas Nigrini, 1723
Zensurenhefte der Gymnasialschüler, 18. Jh.
Zensurenhefte der Gymnasialschüler, 18. Jh.
Heft eines Gymnasialschülers, 18. Jh.
Buch der Schulabgänger, 19. Jh.
Das alte Gymnasium, dreißiger Jahre des 20. Jh.s
Fassadenzeichnung des alten Gymnasiums (der sogen. „Scheune“

Im Spätherbst des Jahres 1725 war die gemauerte neue evangelische Schule feierlich eröffnet worden. In dem länglichen Gebäude mit einem Stockwerk fanden eine Volksschule und ein Gymnasium ihren Platz. Sie wurden dorthin aus einem Gebäude neben dem Pfarrhaus verlegt. Die bisherige, im Jahre 1711 gebaute, Schule wurde nach dem Auszug des Schulbetriebes in ein Schülerwohnheim umgestaltet. Die ersten Jahrzehnte waren für die Schule besonders schwierig und zwar wegen der damals herrschenden Intoleranz sowie wegen der Einmischung der Behörden in ihre inneren Angelegenheiten. Ein Ereignis aus dieser Zeit ist besonders erwähnenswert. Einer der Lehrer des Gymnasiums - Jonas Nigrinius (verstorben im Jahre 1742) - hatte im Jahre 1723 die erste Landkarte des Teschener Schlesiens herausgegeben. Sie war noch ohne Vermessungen erstellt worden, aber trotzdem sehr wertvoll und zwar wegen der vielen topographischen Daten und der zahlreichen geographischen Namen. Da diese Landkarte die Lage der an der Grenze liegenden bewachten Objekte bekanntgegeben hatte, wurde die Auflage von den Behörden eingezogen und ihr Autor bestraft und aus Teschen abgeschoben.

Der Lauf des Schicksals dieser Schule beschleunigte sich im 19. Jahrhundert. Die Schule erhielt im Jahre 1813 den Status eines Theologischen Gymnasiums, wurde dann im Jahre 1850 verstaatlicht und bekam den Namen Kaiserlich- Königliches Evangelisches Staatsgymnasium. Formal bestand das Gymnasium bis zur Auflösung aller konfessionellen Schulen im Jahre 1868. Danach war aber weiterhin bis zum Jahre 1904 in dem Gebäude eine Volksschule in Betrieb. Erwähnenswert ist dann auch der Name des Lehrers und Historikers Gottlieb Biermann (1824-1901). Biermann hatte zum Beispiel wichtige Bücher über die Geschichte der innerhalb der Grenzen der österreichischen Monarchie liegenden schlesischen Herzogtümer geschrieben. Weitere seiner Werke betrafen die Geschichte der Reformation im Teschener Schlesien oder auch die Geschichte der Jesus-Kirche. Die Bücher waren in deutscher Sprache und im deutschen Geiste geschrieben worden. Außerdem ist der Name von Ján Kalinčiak (1822- 1871) aufzuführen, der ein weiterer verdienter Lehrer war. Er war slowakischer Nationalpolitiker, Publizist und Schriftsteller, schrieb Romane, Novellen und historische Werke über das Erwachen des Nationalgeistes der Slowaken. Nachdem er elf Jahre das Amt des Schuldirektors ausgeübt hatte, wurde er vorzeitig aus dem Dienst entlassen.

Im 19. Jahrhundert waren in der Schule, mehr oder weniger offen, viele Schülerorganisationen tätig: „Polnische Vereinigung“, „Gesellschaft zur Vervollkommnung in der polnischen Sprache“, „Gegenseitigkeit“ oder „Einheit“. Die „Einheit“ - eine ökumenische Organisation - überdauerte bis zum Ersten Weltkrieg. Die Schüler des Gymnasiums, die ein entwickeltes Nationalbewusstsein besaßen, organisierten selbständig Weiterbildungskurse, um das nachzuholen, was ihnen eine deutsche Bildungsstätte nicht vermitteln konnte. Ihr Hauptziel war, die „polnische Sprache zu vervollkommnen“ und sich die Kenntnisse der polnischen Literatur und Geschichte selbst beizubringen. Das Gymnasium kann voller Stolz auf diese Zeit und diese Schüler zurückblicken.

In dieser Schmiede hatten die Förderer der nationalen Unabhängigkeit im Teschener Schlesien ihre Lehrjahre verbracht. Zu ihnen gehörten zum Beispiel die Brüder Michejda. Pfarrer Franciszek Michejda (1848-1921) war Pfarrer in Nawsi (Návsí) bei Jablunkau, Redakteur einiger Schriften, Publizist, Gründer des Evangelischen Volksbildungsvereins und der Kopf der nationalen Bewegung unter den polnischen Protestanten. Sein Bruder Dr. Jan Michejda (1853-1927) war Jurist, Abgeordneter zum Schlesischen Landtag und auch zum Wiener Parlament, Mitbegründer des Nationalrates des Teschener Herzogtums und schließlich der erste polnische Bürgermeister von Teschen. An beide Brüder erinnert eine Gedenktafel an der Seitenwand der alten Schule in der Paweł- Stalmach-Straße (ul. Stalmacha). Sie wurde im Jahre 1993 zum 75. Jahrestag der Entstehung vom Nationalrat des Teschener Herzogtums enthüllt.

 

 
 

POWRÓT

Die Besichtigung wird sicher durch die mobile Applikation „Cieszyn. Český Těšín – bei uns“ erleichtert, in der der wissbegierige Tourist einige Informationen findet.

In dem mobilen Führer findet man eine umfangreiche Datenbank mit Objekten – vor allem Sehenswürdigkeiten und touristischen Anziehungspunkten, aber auch mit Lokalen und Übernachtungsadressen. Es ist eine ideale Hilfe für alle, die in Cieszyn und Tschechisch Cieszyn ein wenig länger verweilen möchten. Objekte, die sich in der Applikation befinden, sind durch Fotos sowie Beschreibungen ergänzt und sie sind auf der Karte gekennzeichnet, sodass eine Strecke markiert werden kann. Der Aufenthalt wird sicher durch die vorgeschlagenen touristischen Strecken abwechslungsreicher, weil sie den Benutzer in die interessantesten Orte der Umgebung führen wird.

Einen ungewöhnlichen Vorschlag, die Stadt zu besichtigen, stellen drei Geländespiele dar, die das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden: Während wir die Rätsel lösen, erforschen wir die Geschichte und lernen allerlei Einzelheiten über die Region kennen. Das Beantworten der Fragen gestaltet die Spaziergänge attraktiver und erlaubt, Geheimnisse zu ergründen, die in den historischen Mauern verborgen sind. Den Geländespielen liegt die Geolokalisierung zugrunde, sodass der Benutzer benachrichtigt wird, sobald er den Ort erreicht hat, wo das Rätsel verborgen ist. Er kann jetzt mit dem Spiel beginnen. Sollte er auf Schwierigkeiten stoßen, kann er Hinweishilfen nutzen. Am Ende wartet auf ihn ein virtuelles Diplom, das er auf den sozialen Netzwerken teilen kann.

In der Applikation finden wir auch Informationen über die Geschichte der Stadt und einen Planer, in den wir Objekte und Strecken eintragen können, um sie immer zur Hand zu haben.



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